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Anubis, Typhoon, MyGuide – schwierige Navigation durch die Service-Wüste

12. Juli 2007 - abgelegt unter Ogo, Unterwegs

Vorbei sind die Zeiten, wo ich vor dem verreisen noch schnell eine Kartenübersicht audrucken musste. Auch die Aral-Routenplanung auf dem Ogo brauche ich eigentlich nicht mehr. Nach langem überlegen habe ich mir eine mobile Navigationslösung zugelegt. Bei Plus gab es einen Typhoon 4400 mit MyGuide Software.

Anfangs funktionierte das auch ganz gut, nach einigen Tagen dauerte es allerdings immer länger, bis ein GPS-Signal empfangen wurde. Am Schluss sogar bis zu 30 Minuten. Grund genug, das Gerät zurück zu geben. Bei Plus erklärte man mir, dass ich mich da direkt an den Hersteller wenden müsste. In der Packung war ein Hinweis auf ein „Anubis Servicetelefon“. War das nicht das Anubis, das vor kurzem Insolvenz anmelden musste? Dort riet man mir, das Gerät einzuschicken. Auf dem Hinweiszettel wurde darauf verwiesen, alle Zubehörteile mitzusenden.

Und tatsächlich: man fand einen Softwarefehler, spielte das System neu auf und schickte mir das Gerät innerhalb von zwei Wochen zurück. Nur leider ohne das KFZ-Ladekabel, das für längere Fahrten dringend benötigt wird, mehr als drei bis vier Stunden macht der Akku nicht mit.

Also rief ich am 13. Juni die Service-Hotline an, und fragte nach meinem Ladekabel. Dort teilte man mir mit, ich müsse einfach eine „Eidesstattliche Versicherung“ ausfüllen und zufaxen, dann schicken sie mir ein Ladekabel zu. Ein Tag später bekam ich die Vorlage per E-Mail und faxte sie unterschrieben zurück. Dann begann das Warten.

Zwei Wochen später rief ich bei Anubis an und fragte nach dem Verbleib meines Zigarettenadapters. Dort wurde mir versichert, dass es „bis Ende des Monats“ also Ende Juni da sein müsste. Am 3. Juli war immer noch nichts gekommen, und ich schon vier Wochen ohne Navi. Der Versuch, erneut bei Anubis anzurufen scheiterte. Die alte Servicenummer war nicht mehr gültig. Für Fragen sollte man sich an eine neue Nummer direkt bei MyGuide wenden. War da nicht was, nach ein bisschen googlen zur Anubis Insolvenz fand ich folgenden Hinweis:

Den Vertrieb der MyGuide-Produkte unter der Bezeichnung „Typhoon MyGuide“ habe man aufgeben müssen, er laufe jetzt über die ganz normale Distribution.

Aha, also direkt bei MyGuide melden. Ob die wohl überhaupt wissen, dass mir noch ein KFZ-Ladekabel gehört? An der neuen Hotline wurde mir am 3. Juli bestätigt, dass meine eidesstattliche Versicherung im System vorliegt. Allerdings sei das Gerät noch nicht im Versand, es gab bei der Übergabe einige Komplikationen. Da hätte wohl die alte Hotline geschlampt und ein falsches Label angebracht. Der nette Herr am anderen Ende wollte das korrigieren und nun sollte das Ladekabel auf dem Weg zu mir sein.

Am 12. Juli, mittlerweile vier Wochen nach der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung rufe ich erneut bei MyGuide an. Die junge Dame war fast nicht zu verstehen und konnte mir auch nicht weiterhelfen, nach einer „Rücksprache“ kam sie wieder an die Leitung und meinte, sie schreibt eine Notiz, dass die Techniker das Kabel zuschicken sollen. Was haben denn die Techniker damit zu tun? Irgendwo muss das Ding doch rumliegen. Auf meinen Hinweis, dass ich schon vier Wochen darauf warte wusste sie nichts zu erwidern. Das Gerät soll in den nächsten Tagen zur Post gehen… Hoffentlich verläuft es sich nicht, das Navi ist ja schließlich bei mir…

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Ein Kommentar zu “Anubis, Typhoon, MyGuide – schwierige Navigation durch die Service-Wüste”

  1. Verpackungskünstler bei MyGuide : Pocketweblog.de
    16. Juli 2007 11:43
    1

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