Spam von frazr? Oder: wie man sich unbeliebt macht
Freitag, Juni 15th, 2007
Frazr fährt eine Marketingkampagne, die sich gewaschen hat. Mit der Penetranz eines Kleinkindes, das um Aufmerksamkeit bettelt, taucht es überall auf, diese Woche sogar im Radio und im RTL Nachtjournal. Den Anruf von neulich fand ich noch ganz gelungen, mittlerweile übertreibt es frazr aber mit seinen Werbemethoden und macht sich zusehends unbeliebt:
Spam per E-Mail oder Direktnachricht
Ich hatte mir ja einen Account bei frazr angelegt, ihn aber aus Desinteresse nicht länger benutzt. Letzte Woche trudeln zwei Mails ein, ich hätte Direktnachrichten bei frazr erhalten. Vielleicht wollte Moritz ja noch etwas? Immerhin hatten wir persönlichen Kontakt. Aber nein, es fanden sich zwei unpersönliche spammige Nachrichten von “Sophie”, die für frazr arbeitet. Eines war Werbung für ein Gewinnspiel, das andere eine Erinnerung, doch wieder aktiv zu werden.

Die selben beiden Direktnachrichten landeten auch auf dem Zweitaccount, den ich zu Testzwecken mit einer nicht-verifizierten E-Mail-Adresse eingerichtet habe. Toll, wenn ich also eine fremde E-Mail angegeben hätte, wäre auch dort nun frischer frazr-Spam gelandet.
Spam bei Myspace
Unangenehm aufgefallen ist frazr auch einigen Myspace-Nutzern. Dort hat “Marie” auf einigen Profilen für frazr werbende Einträge hinterlassen. Bei File Status 48 beschwert man sich
Aber sage mal, Moritz: Wenn Du mich vor ungewünschtem Spam und kommerzieller, belästigender Nutzung von Frazr beschützen möchtest, … … warum finde ich dann kommerzielle Post von Marie mit ihrem kommerziellen Frazr-Account in meinem MySpace-Postfach?
Nachtwächter bezieht sich ebenfalls auf die unerwünschten MySpace-Einträge und schreibt:
Wer meint, dass er dennoch diesen tollen Dienst benötigt, sollte sich darüber klar sein, dass er es mit kriminellen Spammern zu tun hat, die überdem in ihrem Auftreten einen höchst antisozialen Charakter an den Tag legen.
Und auch auf dem “Hackers Hell Blog” wird vor frazr gewarnt.
Gelungenes Marketing sieht anders aus.


Dort begrüßt mich nur ein Login-Formular und der (unverlinkte) Verweis auf den eigentlichen Webauftritt der NZZ, wo man einen Login erhalten würde. Allerdings soll man dafür 15 CHF (ca. 9 €) für ein Dreimonatsabo zahlen. Wie bitte? Für die selben Inhalte, die man in der Web-Version kostenlos lesen kann? Wer macht denn sowas? Wer Probleme mit der mobilen Version hat, kann sich laut
Bloglines